Der Luftschutzhilfsdienst (LSHD) - ein ungeliebtes Kind des Kalten Krieges

12. Museumsfest "Roter Sommer" 12./13. Mai 2018

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Ausgerechnet beim "Roter Sommer" getauften Museumsfest war nicht feuerrrot die tonangebende Farbe, sondern khakigrau RAL 7008: Wir haben nämlich gemeinsam mit der Interessengemeinschaft historischer Luft- und Katastrophenschutz und dem benachbarten DRK-Kreisverband Fulda gefeiert. Auf den 13. Mai war auch der Internationale Museumstag (IMT) terminiert, an dem wir unsere neue, aufwändig im Besucherdepot realisierte Sonderausstellung offiziell eröffnet haben. Hierzu konnten wir wieder zahlreiche Oldtimer aus Nah und Fern begrüßen.

Wir haben uns sehr gefreut, dass wir im Auftrag des Hessischen Museumsverbandes in diesem Jahr die offizielle hessische Auftaktveranstaltung des IMT ausrichten durften.

Der 1957 ins Leben gerufene LSHD war für den Schutz der Zivilbevölkerung im militärischen Verteidigungsfall vorgesehen. Es wurden große Mengen an hochwertiger technischer Ausstattung beschafft, jedoch konnten die für den Einsatz vorgesehene Zahl an freiwilligen Helfern aus vielfältigen Gründen nicht einmal ansatzweise angeworben werden. Es handelt sich um ein ungeliebtes, fast in Vergessenheit geratenes Kapitel aus der Zeit der Wirtschaftswunderjahre. 1968, also vor genau 50 Jahren, wurde der LSHD wieder aufgelöst und seine Bestände in den Erweiterten Katastrophenschutz überführt, der dann neben seinen Aufgaben im Kriegsfall auch für zivile Großschadenslagen zur Verfügung stehen konnte.